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Wenn Sie die Geschichte des Vereins interessiert, klicken Sie links auf die Buttons. Sie finden geordnet nach Jahreszahlen unsere Chronik.
2007
Nach der Eröffnung des Drogenkonsumraums ist das erste Jahr des Betriebs für den Düsseldorfer Drogenhilfe e.V. von besonderer Bedeutung. Ein völlig neues Angebot mit spezifischen (gesetzlichen) Regelungen und einem interdisziplinären Team wird in die Angebotspalette aufgenommen. Der Konsumraum muss in das bestehende System integriert werden und ist mit täglicher Öffnungszeit an 365 Tagen im Jahr ein „raumgreifendes“ Angebot.
Die Mitglieder der Ordnungspartnerschaft tagen viermal im Jahr. Rückblickend ist festzustellen, dass eine gute Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt wie auch den Ordnungs- und Sicherheitsbehörden sowie eine hohe Auslastung und keine Beschwerden im positiven Sinne für sich sprechen.
Der jährliche Zuschuss des Landes Nordrhein-Westfalen wird weiter gekürzt und im Rahmen der Kommunalisierung der Landesmittel werden die Landeszuschüsse das erste Mal über die Stadt Düsseldorf ausgezahlt und abgerechnet.
Der Landschaftsverband Rheinland lehnt die Finanzierung für Klient/innen ab, die vom Amt für soziale Sicherung und Integration in eine Wohnung eingewiesen werden. Die daraus folgenden Verhandlungen ergeben, dass die Stadt Düsseldorf dem Verein sechs Wohnungen vermietete, die den Klient/innen zur Verfügung gestellt werden. Der Landschaftsverband befürwortet diese Regelung.

2006
Im Sommer beginnen die Bauarbeiten für den Drogenkonsumraum im Hinterhof des DrogenHilfeCentrums an der Erkrather Str. 18. Er öffnet am 28.12.2006.
Die Mittel des Land Nordrhein Westfalen für Niedrigschwelligkeitszentren (Kontaktladen) und die erweiterte Grundförderung (Beratung für Frauen sowie Beratung für Migrant/innen) werden eingestellt.

2005
In seiner Sitzung am 16.12.2004 hat der Rat der Stadt beschlossen, die Drogenhilfe in Düsseldorf um einen Drogenkonsumraum zu erweitern. Anfang des Jahres 2005 erhalten wir den Auftrag, dieses Angebot zu planen und durchzuführen. Somit ist dieses Jahr von den Arbeiten zur Einrichtung des Konsumraums geprägt.
Der Düsseldorfer Drogenhilfe e. V. hat hierzu ein Konzept erstellt, dass Sie auf der Downloadseite finden.

2004
Die Arbeit im Jugendhaus der Justizvollzugsanstalt Düsseldorf wird 2004 mit einer Planstelle, die durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Düsseldorf finanziert wird, in Kooperation mit den Bediensteten der Justizvollzugsanstalt wieder aufgenommen. Es werden zwei Gruppen, Einzelgespräche, Präventionsangebote zum Thema Hepatitis, HIV und AIDS sowie Gespräche mit den Mitarbeiter/innen der Justizvollzugsanstalt durchgeführt.
Zum 01. Juni erfolgt die Umstellung der Finanzierung des Betreuten Wohnens bzw. der individuellen Hilfeplanung von einer Pauschal- in eine Einzelfallfinanzierung durch den Landschaftsverband Rheinland.
Auch im Jahr 2004 wollen wir Menschen, die nicht zu unseren Zielgruppen gehören, für den Düsseldorfer Drogenhilfe e. V. und seine Arbeit interessieren, indem wir zu zwei Veranstaltungen zum Thema Kunst und Kultur im Kontaktladen des DrogenHilfeCentrums einladen. Im Rahmen der Aktionen zum internationalen Frauentag in Düsseldorf findet eine „Frauen Comedy“ und im November in Zusammenarbeit mit dem Zack ein „Poetry Slam“ statt.

2003
Im Rahmen der Umorganisation des Düsseldorfer Drogenhilfe e. V. wird die Übernahme des Vereins durch die Liga der Wohlfahrtspflege beschlossen. Die bisherigen Mitglieder erklärten ihren Austritt zum 31.12.2003 und die sechs Wohlfahrtsverbände treten zum 21.11.2003 wieder in den Verein ein. Eine neue Satzung wird entwickelt, Produkt- und Leistungsbeschreibungen mit der Stadt Düsseldorf vereinbart sowie ein langfristiger Vertrag über die Bezuschussung abgeschlossen.
Die Förderung für das Stricherprojekt „Jonas“ (aufsuchende Beratung mit dem Kontaktbus für drogenabhängige Männer und Jungen, die der Beschaffungsprostitution nachgehen) durch das Arbeitsamt ist nach drei Jahren im September ausgelaufen. Die Finanzierung dieses wichtigen Angebotes für eine besonders schwer zu erreichende Zielgruppe kann aber durch ein Bußgeld weiterhin abgesichert werden.
Obwohl das Land seine Förderung für die „Soforthilfe“ eingestellt hat, wird die während diesen Projektes initiierte Kooperation mit mehreren Entgiftungskrankenhäusern weiter geführt. Nach wie vor können Drogenabhängige, für die die traditionellen Hilfen zu langwierig sind oder die ohne schnelle Hilfen von chronischen, irreparablen Gesundheitsschäden oder vom Tode bedroht sind, innerhalb weniger Tage in die stationäre Entgiftung vermittelt werden.
In Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe der Stadt Düsseldorf wird ein Gruppenangebot für Jugendliche eingerichtet, die wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vor Gericht gestanden haben. Dabei handelt es sich um Jugendliche, die Cannabis und/oder „Party-Drogen“ missbrauchen, aber keine abhängigen Konsummuster aufweisen.
Im Frühjahr lassen sich zwei Mitarbeiter/innen des Düsseldorfer Drogenhilfe e. V. zu Trainer/innen des Fortbildungsangebots MOVE (motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen) ausbilden lassen und bieten erstmals in der Drogenberatungsstelle eine dreitägige Fortbildung zu MOVE an.
Im Rahmen der Aktionswoche „Sucht hat immer eine Geschichte“, die von der Düsseldorfer Fachstelle für Suchtvorbeugung zum vierten Mal nach 1991, 1997 und 2000 durchgeführt wird, liest Horst Eckert im Café KoLa des DrogenHilfeCentrums aus seinem Buch „Aufgeputscht“ vor, ein Krimi, der im Düsseldorfer Drogenmilieu spielt. Diese Autorenlesung soll der Beginn sein, zusätzlich zur Zielgruppe auch Kunst und Kultur in unserem Haus zu integrieren.

2002
Das Land Nordrhein-Westfalen kündigt im September 2002 überraschend an, dass es seine Förderungen für die Projekte „Drogen und AIDS“ sowie die „Soforthilfe“ für das Jahr 2003 nicht mehr verlängert. Aus diesem Grund muss eine betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen werden.

2001
Im Sommer 2001 wird im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme die mobile Beratung mit dem Kontaktbus auf dem Drogenstrich um ein zusätzliches Angebot für Männer und Jungen, die der Beschaffungsprostitution nachgehen, erweitert.
Mit der Fachambulanz der Diakonie in Düsseldorf wird ein Kooperationsvertrag bzgl. der Ambulante Rehabilitation für Suchtkranke abgeschlossen. Somit werden in den Therapiegruppen Abhängigkeitskranke von legalen und illegalen Suchtmlittel zusammen behandelt. Damit wird in Düsseldorf im Rahmen der ambulanten, therapeutischen Angebote Neuland betreten. Die Anerkennung durch die Rentenversicherungsträger wird 2001 beantragt und 2002 bewilligt.
Zum Jahresende treten die Mitglieder der Liga der freien Wohlfahrtspflege aus dem Verein aus. Dieses ist als Signal für die Umorganisation der Drogenhilfe zu sehen.

2000
Die im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und in Kooperation mit der Obdachlosenhilfe der Stadt Düsseldorf aufgebauten Wohngruppen werden im Jahr 2000 in die Regelfinanzierung durch den Landschaftsverband Rheinland überführt. Das Angebot des Betreuten Wohnens nach § 39 BSHG umfasst 24 Plätze.

1999
1999 werden die Angebote um die. vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte Drogentherapeutischen Ambulanz, Beratung für Migrant/innen und Soforthilfe erweitert. Im August erhält der Verein einen neuen Namen: Düsseldorfer Drogenhilfe e. V.

1998
Der Verein geht 1998 mit eigener Homepage ins Netz und führt Online-Beratung ein. Außerdem fahren die Mitarbeiterinnen mit einem Bus, der als Beratungszimmer ausgebaut worden ist, mehrmals die Woche auf den Drogenstrich und bieten den sich prostituierenden drogenabhängigen Frauen und Mädchen Beratung und Vermittlung in die Düsseldorfer Hilfesysteme an.

1997
Im Juli 1997 wird das DrogenHilfeCentrum in der Erkrather Straße eröffnet. Die Unterstützung, die die Klientel in der ärztlichen Praxis, Notschlafstelle, Beratungsstelle, im Kontaktladen, in den Wohngruppen, über die Streetwork und differenzierte geschlechtsspezifische Angebote erhalten, soll ihnen dazu verhelfen, die Phase der Sucht möglichst ohne irreversible Schäden zu überstehen.
Durch die Einrichtung des DrogenHilfeCentrums kann die Drogenberatungsstelle sich auf die Betreuung der abstinenzorientierten Drogengefährdeten und –abhängigen, deren Bezugspersonen wie auch Multiplikator/innen konzentrieren und die ihnen entsprechenden Angebote qualitativ ausbauen.

1996
Im Zusammenhang mit der immer größer werdenden Drogenszene um den Düsseldorfer Hauptbahnhof herum entstehen 1996 die Überlegungen zu einem Haus, in dem Drogenabhängige Unterstützung erhalten sollen, die mit dem Konsum derzeit nicht aufhören können oder wollen.

1995
Im Jahr 1995 entwickelt die Leiterin der Drogenberatung Düsseldorf ein Behandlungskonzept zur ambulanten Therapie und Rehabilitation für abstinenzorientierte Drogenabhängige. Die Drogenberatungsstelle ist somit erstmals in der Lage, mit qualifizierten Mitarbeiter/innen mit entsprechender therapeutischer Zusatzausbildung über die Anerkennung der Renten- und Krankenversicherungsanstalten ambulante Behandlung durchführen und abrechnen zu können.

1987
1987 richtet das Land Nordrhein-Westfalen die Förderung zu dem Arbeitsschwerpunkt „HIV und Aids“ sowie dem „Erprobungsvorhaben zur medikamentengestützten Rehabilitation Drogenabhängiger“ mit entsprechender wissenschaftlicher Begleitung und dem Einsatz von insgesamt zweieinhalb Fachkräften ein. Der Drogenberatung Düsseldorf e. V. wurde als erster von wenigen anderen Einrichtungen ausgewählt, für drei Jahre in einem Kooperationsvertrag mit dem Gesundheitsamt der Stadt Düsseldorf die psychosoziale Betreuung von Substituierten durchzuführen. Nach Beendigung des Erprobungsvorhabens wurden die eineinhalb Methadonstellen wieder abgezogen.
Der zunehmenden Verelendung begegnet das Land mit einem weiteren Modellprojekt „Niedrigschwellige Drogenarbeit“ mit wissenschaftlicher Begleitung. Es dient der besseren Erreichbarkeit der Zielgruppe von illegal konsumierenden Menschen, die noch nicht in die Beratungsstelle gehen, und wird als vorgeschaltetes Angebot mit einem Drehscheibencharakter zu einer möglichen Weitervermittlung in andere Umsysteme verstanden. Dafür werden eineinhalb hauptamtliche Mitarbeiter/innen und später eine sozialpädagogische Fachkraft über eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme befristet eingestellt. Zwei Honorarkräfte (Student/innen der Sozialpädagogik bzw. Sozialarbeit) ergänzen das Team.
Der Verein mietet für den niedrigschwelligen Bereich eine weitere Etage in der Bolkerstraße im Hinterhaus an. Streetwork wie auch "Saferuse" und "Safersex" im Rahmen der Aidsprophylaxe werden mit in die Arbeit integriert. Das Modellprojekt bewährt sich und geht später in die Regelfinanzierung ein.

1985
Die Drogenberatungsstelle in der Düsseldorfer Altstadt zieht 1985 von der Heinrich-Heine-Allee um in die Bolkerstr. 14.

1977
In der Zeit von 1973 bis 1977 fördert das Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit die Drogenberatungsstelle als Modelleinrichtung. Das Max Planck Institut, das die wissenschaftliche Begleitung übernimmt, erarbeitet Mindestkriterien und durch die Erfassung von Daten und Erstellung von Statistiken wird die Arbeit überschaubarer.
Die Drogenszene nimmt unterdessen einen anhaltend kriminellen Charakter an. Außerdem bricht Anfang der 80er Jahre die Zeit der durch HIV-Infektionen verursachten Krankheiten an, was zu einer zunehmenden gesundheitlichen, sozialen und emotionalen Verelendung der Drogenabhängigen führt.

1973
Nachdem zunächst stationäre therapeutische Drogeneinrichtungen gegründet werden (auch der Drogenberatung Düsseldorf e. V. versucht 1973 eine therapeutische Wohngemeinschaft aufzubauen), findet eine vermehrte Vermittlung von Abhängigen in stationäre Entwöhnungsbehandlungen statt.

1972
1972 löst das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) das Opiatgesetz ab. Um sich ihre Drogen finanzieren zu können, rutschen die Abhängigen immer mehr in die Beschaffungskriminalität ab. Der Drogenberatung Düsseldorf e. V. reagiert auf die veränderten Bedingungen mit der Einstellung zusätzlicher hauptamtlicher Mitarbeiter/innen. Der Teestubencharakter der Beratungsstelle wird zugunsten eines gezielteren und breiteren Beratungs- und Betreuungsangebotes aufgegeben.
Aufgrund der großen Verunsicherung in der Bevölkerung und der Hilflosigkeit der Angehörigen wird die aufklärende Arbeit ebenfalls weiter intensiviert. In diesem Zusammenhang ist eine Fachkraft für die Suchtvorbeugung die erste. Vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte Stelle des Vereins.

1971
Am 10. Februar 1971 wird mit dem Namen „Drogenberatung Düsseldorf e. V.“ ein Verein gegründet, der laut Satzung dem Zweck: „Aufgabe des Vereins ist die Beratung und Hilfe für Jugendliche und Erwachsene, die durch Drogen gefährdet oder von Drogen abhängig sind, und deren Angehörige sowie die Aufklärung der Öffentlichkeit über Drogen und Drogenmissbrauch“ dient. Gründungsmitglieder sind die Stadt Düsseldorf, Düsseldorfer Wohlfahrtsverbände, im Rat der Stadt vertretene Parteien, kirchliche Jugendverbände und die Falken.
In den ersten Jahren ihrer Beratungsarbeit in der Heinrich-Heine-Allee in der Düsseldorfer Altstadt werden die Mitarbeiter/innen hauptsächlich mit Konsument/innen so genannter weicher Drogen wie Haschisch, Marihuana, LSD und Meskalin konfrontiert. Der Drogengebrauch ist eng verbunden mit dem Lebens- und Protestgefühl dieser Jahre. In der Mehrzahl werden die Substanzen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen probiert, die sich in kritischer Distanz zu der Gesellschaft empfinden.
Mit dem Konsum ist zugleich die Suche nach dem Sinn des Lebens und nach verschiedenen Ideologien verbunden. Um erweitertes Bewusstsein zu erfahren, werden Bücher von Schriftstellern wie Aldous Huxley, Timothy Leary, Hermann Hesse etc. gelesen. Beliebte Musikinterpret/innen jener Jahre wie Janis Joplin, Frank Zappa, Jim Morrison, Jimi Hendrix, Bob Dylan, Cat Stevens etc. werden zu Idolen.
Für die obige Zielgruppe wird ein Kontaktcafé und eine Schlafstelle in der Drogenberatung eingerichtet. Die Klientel trifft sich dort, um in einem geschützten Rahmen über „Gott und die Welt“ zu diskutieren.
Die Arbeit mit den Drogengebraucher/innen zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass die wenigen und zumeist nebenamtlichen Mitarbeiter/innen damit beschäftigt sind, sich abzeichnende Krisen wie zum Beispiel Horrortrips aufzufangen und erste Hilfe bei Drogennotfällen zu leisten.
Nachdem harte Drogen wie zum Beispiel Heroin auf den Markt kommen und politoxikomanisches Konsumverhalten immer üblicher wird, verändert sich auch die Klientel. In jenen Jahren bildete sich die erste Drogenszene in der Düsseldorfer Altstadt, in der auch mit harten Drogen gehandelt wird, und es gibt die ersten Drogentoten.
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